Traumberuf?
Den Großteil unserer Zeit verbringen wir im Schlaf und mit der Arbeit. Umso mehr Bedeutung hat in unserer Gesellschaft der Wunsch erlangt, mit der beruflichen Tätigkeit eine möglichst große Zufriedenheit in das eigene Leben zu bringen. Dabei geht es nicht nur um gute Arbeitsbedingungen und sympathische Kollegen, sondern vor allem auch um das Tun und um die Wertschätzung, die dafür gezollt wird. Wenn all das dann auch noch überwiegend Spaß bringt, wenn persönliche Neigungen und Talente optimal eingebracht werden dürfen, dann können wir von einem Traumberuft sprechen. Aber wie findet man den für sich?
Berufliche Neuorientierung
Im Gegensatz zu der Generation der Babyboomer, die den erlernten Beruf ein Arbeitsleben lang nicht in Frage gestellt hat, ist es für die sogenannten heutigen Millennials überhaupt nicht mehr unüblich, sich in verschiedenen Tätigkeitsfeldern auszuprobieren. Und das ist wunderbar. Wer glaubt, etwas verpasst zu haben, wer mehr vom Leben will, wer im Beruf nie so richtig angekommen ist oder wer sogar der tiefen Überzeugung ist, eine falsche berufliche Entscheidung getroffen zu haben, darf sich heutzutage umorientieren. Es ist gesellschaftlich nicht mehr verpönt, einen sicheren Job aus Unzufriedenheit aufzugeben – im Gegenteil, man erntet Bewunderung dafür. Natürlich gehört dazu aber auch Mut oder zumindest großer Optimismus und Selbstvertrauen. Viele gehen deshalb für die ersten Schritte im Traumjob den Weg der Nebenberuflichkeit.
Ausbildung oder Studium
Je nach beruflichem Hintergrund oder auch als BerufseinsteigerIn stellt sich die Frage: Benötige ich für mein ersehntes Tätigkeitsfeld eine Ausbildung oder sogar ein Studium? Die Frage kann sich jeder ganz einfach selbst beantworten: Wie ernsthaft und professionell möchte ich meinen Beruf ausüben – und welche Qualifikation ist dafür notwendig? Sollte ich ohne jegliche Gastronomieerfahrung ein Szene-Café eröffnen mit der Vision, große Events zu veranstalten – oder sollte ich vielleicht lieber bei einem Coffee-Bike bleiben, wenn ich mich auf die Aufgabe nicht entsprechend vorbereiten möchte. Kann ich eine Hunde-Schule eröffnen ohne Trainer-Qualifikation – oder bleibe ich beim Hunde-Sitting für die Nachbarschaft. Kann ich mich Möbel-Designer nennen ohne Design-Studium und handwerkliche Ausbildung – oder verkaufe ich lieber Palettenmöbel im etsy-Shop. So ist es mit jeder beruflichen Tätigkeit: Ohne entsprechende Ausbildung oder gar notwendiges Studium bleibt es ein Hobby. Das kann auch glücklich machen, aber eben nur für wenige Stunden pro Woche.
Angestellt oder selbständig
Ganz egal, ob Handwerk, Wirtschaft, Gastronomie, Forschung, Medizin, IT oder worin auch immer der Traum besteht: Wer die Vision hat, selbständig tätig zu sein, um mehr Freiheit zu haben – Entscheidungsfreiheit, freie Zeiteiteilung, Auswahl der Mitarbeitenden – wird allein mit Talent und Einsatz vielleicht nicht so weit kommen, dass der Traum wirklich Erfüllung findet.
Nun teilt nicht jeder und jede die Einstellung „wenn ich was mache, dann will ich es auch richtig machen“. Und manch einer und eine scheut das „selbst und ständig“, weil damit immer auch ungeliebte Tätigkeiten verbunden sind. Um im Angestelltenverhältnis dem Traumberuf nachzugehen, ist aber erst recht eine Qualifikation nachzuweisen. Und das macht den schnellen Quereinstieg häufig unmöglich.
Elternzeit für berufliche Qualifikation nutzen
Gerade in der Elternzeit, in der zum einen das bisherige Leben generell in völligem Umbruch ist und zum anderen Arbeitgeber nach wie vor nicht auf unkomplizierte Wiedereinstiegs-Modelle vorbereitet sind, wird akut nach Lösungen für das Danach gesucht. Die künftige Berufstätigkeit sollte möglichst flexibel zu gestalten sein, unbedingt im Einklang mit der Familie, sie sollte einen fordernden Ausgleich zum Eltern-Dasein mit sich bringen und selbstverständlich mindestens genauso zufriedenstellen wie die bisherige Tätigkeit. Die notwendige Qualifikation sollte idealerweise während der Elternzeit zu erlangen sein, um danach schnell wieder durchstarten zu können. Das entsprechende Arbeitspensum muss sich dafür in einem zu bewältigenden Rahmen halten.
Schneller Berufseinstieg in der Hochzeitsbranche
All das ist gegeben in der Hochzeitsbranche – eine Branche, von der man annimmt, sie mache allein durch das Thema Liebe glücklich. Dazu können wir im RedeKunstWerk sagen: das stimmt. Von der Fachkraft, die Kundinnen zu Bräuten macht und Freudentränen trocknet, über den Hochzeitsfotografen, der wundervolle Momente einfängt, bis hin zu der Servicekraft in der Event-Location sind alle an Hochzeiten Beteiligten regelmäßig bezaubert und gar beseelt. Letzteres trifft definitiv auf TraurednerInnen zu.
Anja Kellersmann und Julian Hügelmeyer wie auch Imke Klie sind drei DozentInnen im RedeKunstWerk, die lange Jahre Erfahrung mit Hochzeiten und speziell Trauzeremonien mitbringen. Alle drei haben im Beruf Freier Redner / Freie Rednerin tatsächlich den Traumjob gefunden. Um anderen den einfachen, aber hoch qualifizierten Einstieg in dieses sehr anspruchsvolle und gleichsam erfüllende Tätigkeitfeld zu ermöglichen, haben sie den 8tägigen Ausbildungsgang entwickelt, der mit einem IHK-Zertifikat als angesehenem Nachweis für die berufliche Qualifikation abschließt.
Julian sagt zum Abschluss eines Ausbildungsgangs gerne „Es gibt nichts Schöneres als nach einer Trauung beseelt durch die Felder nach Hause zu fahren mit dem guten Gefühl, den Menschen etwas Wertvolles mitgegeben zu haben“. Anjas Worte zu Beginn einer Kurseinheit sind häufig: „Ich brauche gar keinen Ausgleich im Privaten, weil mein Beruf sich nie wie Arbeit anfühlt“.
Einsatzgebiete für Freie Redner
Imke hat inzwischen die Hochzeitsbranche eingetauscht gegen die Bestattungsbranche. Sie ist leidenschaftlich als Trauerrednerin und Trauerbegleiterin tätig. Natürlich hat sie dafür eine Zusatz-Ausbildung durchlaufen, denn in einem so intensiven Umgang mit Menschen ist diese unerlässlich. Imke ist deshalb im RedeKunstWerk Haupt-Dozentin für die Disziplin „Freie Redner für Beisetzungszeremonien“, die im IHK-Zertifikat für Freie Redner und Rednerinnen automatisch enthalten ist. Ideal ist das für diejenigen, die sich intensiv weiterbilden und dabei die Option offenhalten möchten, sich breiter aufzustellen oder nach einigen Jahren der Tätigkeit noch einmal neu zu orientieren.
Als Freie Redner oder Rednerin gibt es neben den Hochzeiten und Beisetzungen noch diverse weitere Betätigungsfelder, welche je nach Lebenssituation und persönlicher oder auch gesellschaftlicher Entwicklung eine Veränderung und Erweiterung zulassen: Freie Alternative zur Taufe als Kinderwillkommenszeremonie mit Pateneinsetzung – Jugendfeier als Alternative zur Konfirmation – weitere Zeremonien im Familien-Kontext wie Patchwork-Zusammenführung, Versöhnungszeremonie nach Trennung oder Einschulung – Erneuerung des JA-Wortes nach mehreren Ehejahren – Firmen-Jubiläen – Eheversprechen erneuern zur Silberhochzeit.
Diese besonderen Anlässe lassen als Nischen-Themen aktuell sogar Spezialisierung innerhalb der RednerInnen-Branche zu und damit ein lukratives Alleinstellungsmerkmal. So hat Anja Kellersmann sich neben den Trauungen gezielt den Silberhochzeiten verschrieben mit ihrer Marke SilberWeiß. Leidenschaftlich setzt sie sich gemeinsam mit der einen oder dem anderen RedeKunstWerk-Absolventen dafür ein, das Thema deutschlandweit publik zu machen.
Unabhängigkeit, freie Arbeitszeiten, Home Office
Wenn man von den Wochenenden inklusive der Freitage absieht, an denen Trauungen und auch Beisetzungen stattfinden, ist der riesige Bonus der RednerInnen-Tätigkeit die absolut freie Einteilung der Home Office Zeiten. Kunden-Termine finden häufig ebenfalls am Wochenende und an den Abenden statt. Als Elternteil bietet das den großen Vorteil, dass in diesen Zeitfenstern vom Partner oder der Partnerin beaufsichtigt werden kann. Im Angestellten-Verhältnis sind diese Arbeitszeiten für den Nebenberuf sogar optimal, da häufig anders gar nicht einzurichten. So kann schrittweise die Unabhängigkeit auf die Beine gestellt werden.
Im RedeKunstWerk wird dem entgegengekommen, indem die Kurszeiten überwiegend auf den Wochenenden liegen und auch Feiertage einschließen. Damit ist mit vergleichsweise geringem Urlaubstage-Einsatz oder wenig aufzufangender Betreuungszeit eine qualifizierte Ausbildung für den Traumberuf möglich, die einen schnellen Einstieg in die Tätigkeit ermöglicht, ohne dass dieser verpflichtend wäre.